UG-ÖEL - KBI Ebersberg

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UG-ÖEL des Landkreis Ebersberg

Kompetente Unterstützung der Einsatzleitung durch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung.
Die meisten davon bekommt die Bevölkerung gar nicht mit – die Rede ist von den vielen kleineren Einsätzen, die die ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und -männer im Landkreis Ebersberg, in ganz Bayern und in Deutschland jeden Tag bewältigen und abarbeiten. Dabei geht es um Türöffnungen, Wasser- und Sturmschäden, Verkehrsunfälle, Personen- und Tierrettungen, Kleinbrände und natürlich Fehlalarme. Alle diese Einsätze haben gemeinsam, dass sie in der Regel von maximaldrei bis vier Einsatzfahrzeugen bewältigt werden können. Aber gelegentlich gibt es sie auch, die Großeinsätze und die Großbrände, die dann mit teilweise spektakulären Bildern mehrere Tage in der regionalen oder sogar überregionalen Presse nachgelesen werden können.

Ein aktuelles Beispiel ist der Großbrand im beliebten Europapark. Aber auch im Landkreis Ebersberg kommt es immer wieder zu Schadensereignissen, bei der die Zusammenarbeit vieler Hilfsorganisationen und einer großen Anzahl Rettungspersonal erforderlich ist. Gerade im landwirtschaftlichen Bereich kommt es immer wieder zu Bränden von Lager- oder Maschinenhallen, bei der das Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude verhindert werden muss und das Löschwasser zusätzlich über weite Entfernungen zum Einsatzort gefördert werden muss. Zusätzlich verfügt der Landkreis Ebersberg über größere Industriegebiete und wird von zwei hochfrequentierten Autobahnen und mehreren Bahnlinien durchkreuzt. Diese Situation führt deshalb auch im Landkreis Ebersberg immer wieder zu Einsatzlagen, die nicht mehr alleine von der zuständigen Feuerwehr bewältigt werden können. Neben einer großen Anzahl von Einsatzkräften sind dabei häufig auch Spezialfahrzeuge und besondere Gerätschaften erforderlich. Das gilt insbesondere für Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern auf Schiene und Straße. Aus diesem Grund werden bei solchen Großeinsätzen die Feuerwehren der umliegenden Gemeinden zur Unterstützung alarmiert und die erforderlichen Spezialfahrzeuge machen sich auch aus weiter entfernten Ortschaften auf den Weg. Egal ob der Einsatz groß oder klein ist, ohne einen Chef, der die Zusammenarbeit der Helfer koordiniert, geht es nicht. Bei kleineren Einsätzen reichen der Einsatzleiterin oder dem Einsatzleiter dafür in der Regel ein Funkgerät und ggf. Schreibmaterial aus. Sind jedoch erst einmal dutzende oder sogar hunderte Helfer mit einer Vielzahl von Fahrzeugen und Geräten im Einsatz, ist die so wichtige Koordinations- und Steueraufgabe für eine Person nicht mehr zu bewältigen – egal wie hoch der Ausbildungsstand, das Fachwissen und der Erfahrungsschatz ist.

Aus diesem Grund bildet sich bei Großeinsätzen eine Einsatzleitung aus mehreren Personen. Nach wie vor hat dabei die Einsatzleiterin oder der Einsatzleiter die Befehlsgewalt, jedoch werden Teilaufgaben an sog. Abschnittsleiter und Führungsassistenten abgegeben. Um die Informationen in der Einsatzleitung aufnehmen, verarbeiten und in Form von Befehlen an die Einsatzkräfte geben zu können, benötigen die Führungskräfte eine modere und umfangreiche Kommunikations- und  EDV-Ausstattung. Genau an diesem Punkt kommen die Frauen und Männer der UG-ÖEL ins Spiel. Ihre Aufgabe ist es, die Kommunikationsaufgaben für die Einsatzleitung zu übernehmen und die Kommunikationswege zu allen beteiligten Einsatzkräften und Dienststellen sicherzustellen. Zusätzlich wird der Einsatz genauestens  dokumentiert  und  die  Führungskräfte  der  Einsatzleitung  mit  Informationen  versorgt. Dazu zählen  z.B. alle Informationen der entsprechenden Einsatzpläne, Wetterinformationen, Informationen über Gefahrstoffe, Luftbilder der Einsatzstelle und vieles mehr.

Das klingt, als bräuchten die Frauen und Männer der UG-ÖEL dafür Ordner und Unterlagen, Computer, Telefone, Drucker und Zugriff  auf  das  Internet.  Und  genau  das bringt die UG-ÖEL selber  alles mit an die Einsatzstelle – nämlich ein oder mehrere fahrende Büros, in Form sog. Einsatzleitwägen. Obwohl es sich um Feuerwehrfahrzeuge handelt, gibt es in diesen Fahrzeugen kein Wasser, keine Schläuche und keine Rettungsgeräte. Stattdessen sind die Fahrzeuge vollgepackt mit Funkgeräten, Telefonen, Computern, Faxgeräten, Druckern und weiteren technischen Einrichtungen.

An der Einsatzstelle steht die UG-ÖEL den Führungskräften unterstützend zur Verfügung, beschafft alle notwendigen Informationen und koordiniert die Einsatzkräfte gemäß den Befehlen der Einsatzleiterin oder des Einsatzleiters. Gleichzeitig werden Lagemeldungen an die Leitstelle und die Kreisverwaltungsbehörde weitergegeben und ggf.,weitere Kräfte zum Einsatz hinzugezogen.

Alle diese Spezialaufgaben erfordern eine umfangreiche Ausstattung und viel Übung mit derTechnik. Da das nicht von jeder Feuerwehr selbst geleistet werden kann, wird diese Aufgabe vom Landkreis übernommen, der die entsprechenden Fahrzeuge und technischen Einrichtungen beschafft. Beim Personal handelt es sich ausschließlich um aktive Feuerwehrfrauen und -männer aus fast allen Feuerwehren des Landkreises, die diese unbezahlte Zusatzbelastung durch die Übungen und Einsätze der UG-ÖEL zusätzlich zu ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in den  jeweiligen  Feuerwehren auf sich nehmen.

Wer mindestens 18 Jahre und in einer Feuerwehr im Landkreis Ebersberg aktiv ist, ist herzlich eingeladen, sich im Rahmen einer Übung für die Arbeit der UG-ÖEL begeistern zu lassen. Geboten wird eine gute Kameradschaft und die Möglichkeit, bei großen Einsätzen einen Einblick in die spannende Arbeit der Einsatzleitung zu bekommen.

KBM Stefan Gaedtke


Fahrzeuge

Der UG-ÖEL stehen drei Einsatzfahrzeuge zur Verfügung.
Das Einsatzleitfahrzeug (ELF) mit dem Funkrufnahmen “Kater Ebersberg 12/1” ist im Feuerwehrgerätehaus Poing stationiert. Dieses Fahrzeug dient mit der entsprechenden Mannschaft zur Unterstützung des Örtlichen Einsatzleiters (ÖEL) im Katastrophenfall. Bei Einsätzen ohne einem Örtlichen Einsatzleiter steht das Fahrzeug auch zur Unterstützung des Feuerwehreinsatzleiters bereit.
Der ELW 2 besteht aus zwei Fahrzeugen. Das Technikfahrzeug mit dem  Funkrufnamen “Florian Ebersberg Land 12/1” ist im Feuerwehrgerätehaus  Markt Schwaben stationiert. Das Besprechungsfahrzeug mit dem Funkrufnamen “Florian Ebersberg Land 12/2” hat seinen Standort im Feuerwehrgerätehaus der Feuerwehr Pöring. Beide Fahrzeuge dienen mit der entsprechenden Mannschaft zur Unterstützung des  Feuerwehreinsatzleiters.

Einsatzleitfahrzeug Kater EBE 12/1        ELW 2 Technik EBE Land 12/1          ELW 2 Besprechung EBE Land 12



Geräte

Mobile Lautsprecheranlage (MOBELA)

Die mobile Lautsprecher- und Sirenenanlage dient zur Warnung und Information der Bevölkerung.
Die MOBELA ist eine universell einsetzbare mobile Lautsprecheranlage  und für den Betrieb an einem Fahrzeug oder ortsfest auf einem Stativ  geeignet. Sie besteht aus einem Steuergerät und einem rundum  abstrahlenden Spezial-Kugellautsprechersystem mit minimalem  Montageaufwand.
Das Steuergerät beinhaltet einen 150W Leistungsverstärker, einen  digitalen Signalspeicher mit 8 verschiedenen Sirenensignalen und 16 frei  besprechbaren Textspeicherplätzen, einen AUX-Anschluss für externe  Geräte (Radio, Funkgerät, etc.) sowie ein Kommandomikrofon zur  Textaufzeichnung und für Direktdurchsagen. Die Stromversorgung erfolgt  über eine 12V-Bordsteckdose.
Der Kugellautsprecher ist mit einem Hochleistungs-Druckkammersystem  ausgestattet, das einen Schalldruck bis zu 126 dB / 1 m entwickelt. Die  Schallverteilung wirkt über einen Reflektor 360º horizontal / 270º  vertikal effektiv und gleichmäßig nach allen Seiten und nach oben.  Darüber hinaus stellt die Kugelform einen extrem niedrigen  Windwiderstand im Fahrbetrieb dar. Die TÜV-geprüfte Haftmagnetplatte  gewährleistet einen sicheren Halt auf dem Fahrzeugdach (Stahlblech) und  erlaubt eine schnelle Montage.

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Ansprechpartner KBM Stefan Gaedtke




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