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UG-ÖEL des Landkreises Ebersberg


Bei Großschadenslagen, bei denen die Einsatzleitung nach dem Bayerischen Katastrophenschutzgesetz (BayKSG) festgelegt ist, d.h. bei Einsätzen mit erhöhtem Koordinierungsbedarf und Katastrophen, übernimmt ein vom Landratsamt vorbenannter Örtlicher Einsatzleiter (ÖEL) die taktisch-operative Einsatzleitung aller im Schadensgebiet eingesetzten Kräfte. Dem ÖEL steht für seine Aufgaben eine UG-ÖEL (Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung) unterstützend zur Verfügung.

Bei klassischen Feuerwehreinsätzen, für die keine Einsatzleitung nach dem BayKSG erforderlich ist, wird die Einsatzleitung durch Art. 18 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes (BayFwG) geregelt. Einsatzleiter ist normalerweise der Kommandant der für den Schadensort zuständigen Ortsfeuerwehr. Im Landkreis Ebersberg unterstützt die UG-ÖEL auch bei größeren Feuerwehreinsätzen den Einsatzleiter entsprechend der Feuerwehrdienstvorschrift (FwDV) 100, deren Anwendung mit Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 10.August 2OO4 Az.: ID 2-2212.121-1 empfohlen wird, mit Führungsgehilfen und Kommunikationsmitteln sowie bei der Lagedarstellung und der Dokumentation.



Die UG-ÖEL wird auf Anforderung des Einsatzleiters oder bei folgenden Alarmstichwörtern automatisch über die integrierte Leitstelle Erding alarmiert:
Brände: B4 bis B9, B-Wald, B-Zug, B-Atom, B-Bio, B-Chemie, B-Explosion
Technische Hilfeleistungen: Bombendrohung, Bombenfund, Gebäudeeinsturz, THL-Atom, THL-Bio, THL-Chemie, VU3, VU-Flugzeug 1 und 2, VU-Straßenbahn, VU-Zug

Die Mannschaft der UG-ÖEL fährt dann mit den vorhandenen Fahrzeugen (ELW, ELF) und privaten Pkw direkt an die Einsatzstelle. Speziell bei Autobahneinsätzen wird die UG-ÖEL von dem Mehrzweckfahrzeug der FF Pliening unterstützt, die alle mit privaten Pkw anfahrenden Mitglieder von einem Sammelpunkt zur Einsatzstelle auf die Autobahn transportiert.

Parallel zur UG-ÖEL rückt auch einer der im Voraus benannten ÖEL aus, der an der Einsatzstelle die Bewertung vornimmt, ob es sich bei dem Einsatz um ein Ereignis mit erhöhtem Koordinationsbedarf nach Art. 15 BayKSG handelt.

Wird bei einem Einsatz ein erhöhter Koordinationsbedarf erkannt, übernimmt der ÖEL die Führung der eingesetzten Hilfsorganisationen (mit Ausnahme der Polizei) als Einsatzleiter entsprechend Art. 15 BayKSG.

Sollte es sich um ein Schadensereignis handeln, für welches das Landratsamt die Katastrophe feststellt (Art. 4 (1) BayKSG), leitet der ÖEL im Rahmen des Auftrags und der Weisungen der Katastrophenschutzbehörde alle Einsatzmaßnahmen vor Ort und kann allen eingesetzten Kräften Weisungen erteilen (Art. 6 (1) BayKSG). Der ÖEL stimmt somit Entscheidungen mit der FüGK (Führungsgruppe Katastrophenschutz) im Landratsamt eng ab und wird vor Ort durch die UG-ÖEL unterstützt.

Markus Frantz, KBM