Gefahrgut - KBI Ebersberg

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Fachbereich Gefahrgut & Strahlenschutz

Der Fachbereich Gefahrgut und Strahlenschutz für die Feuerwehren im Landkreis Ebersberg umfasst ein breites Spektrum an Themen.
Die früher bekannte Benennung „ABC“ für Atomare, Biologische und Chemische Gefahren wird heute zunehmend durch die internationale Bezeichnung „CBRN“ abgelöst.
Hier stehen die einzelnen Buchstaben für Chemische, Biologische, Radiologische und Nukleare Gefahren. Man unterscheidet hier im Strahlenschutz noch zwischen radioaktiv strahlenden Materialen und spaltbaren Materialien (Kernbrennstoffe und Auswirkungen von nuklearen Kettenreaktionen).
Die besondere Herausforderung für die Feuerwehren besteht darin, dass ein sehr breites Portfolio abzudecken ist, andererseits (glücklicherweise) die Anzahl der Gefahrguteinsätze verhältnismäßig gering ist.
Einige Bespiele um die Breite des Einsatzspektrums und einige Einsätze der vergangenen Jahre, das durch die Feuerwehren abgedeckt wird – eine gesamthafte Aufzählung würde dabei den informativen Rahmen sprengen:

Chemische Gefahren
  • Transportunfälle auf Straßen und Eisenbahnen
         LKW Unfälle auf der Autobahnen, Umgestürzte Heizöl- Tankwagen, Tropfende Kesselwagen an Güterzügen
  • Sprengstoffe
         Unterstützung der polizeilichen Einheiten bei Fund von Bomben aus dem zweiten Weltkrieg oder eines potentiellen Sprengsatzes Biologische Gefahren
  • Seuchen und Corona Pandemie
         Unterstützung bei der Menschenrettung im Rettungsdienst, Beratung der Kreisklinik
  • Tierseuchen
         Unterstützung des Veterinäramtes bei der fachgerechten Bergung von Kadavern im Rahmen der Geflügelpest
  • Bio- Terrorismus
         Absicherung, Probennahme und Desinfektion von öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Anthrax- Verdachtsfälle
  • Radioaktive und nukleare Gefahren
         Transportunfälle mit radioaktivem Material, z. B. Kontrastmittel für den medizinischen Einsatz

Einsatzgrundsätze
Für Einsätze Im Zusammenhang mit CBRN Materialien gilt für die Feuerwehr die sogenannte GAMS Regel. Die Buchstaben stehen dabei für die Grundsätze

G efahr erkennen – nicht jeder Gefahrguteinsatz ist sofort als solcher erkennbar. Beispielsweise die Transportkennzeichnungen bei schweren Unfällen
A bsperren – Sicherheit für Einsatzkräfte und unbeteiligte Personen. Nur so ist sichergestellt, dass es nicht zu mehr Verletzten kommt als ohnehin schon betroffen sind
M enschenrettung – vor der Beseitigung der Gefahren gilt es als oberstes Gut, Verletzte aus dem Gefahrenbereich zu retten
S pezialkräfte – zur Abarbeitung des Einsatzes sind die für die jeweilige Situation erforderlichen Spezialeinheiten hinzuzuziehen

Ausstattung im Landkreis
Die Feuerwehren im Landkreis sind mit erweiterter Grundausrüstung zur Abarbeitung solcher CBRN Einsätze ausgestattet. Dazu zählen unter anderem flüssigkeits- und gasdichte Chemikalienschutzanzüge, Messtechnik zur Erkennung der im Einsatz am häufigsten Chemikalien und einfaches Abdichtmaterial. Außerdem steht umfangreiches Material zur Dekontamination zur Verfügung. Die notwendige Ausstattung zur erweiterten Beseitigung von CBRN Gefahren wird im Einsatzfall mit dem Gerätewagen Gefahrgut zugeführt. Diese Fahrzeuge sind nach dem Stationierungskonzept Bayern in den Nachbarlandkreisen Rosenheim, Mühldorf und München stationiert und werden bei Bedarf angefordert. Außerdem unterstützt regelmäßig der in Haar stationierte ABC Zug München Land.

Dekontamination
Die sogenannte Dekontamination bezeichnet das Entfernen von CBRN Gefahrstoffen vom Körper oder von verschmutzer Ausrüstung und stellt somit eines der wichtigsten Elemente des Gefahrguteinsatzes, insbesondere für die Sicherheit der Bevölkerung und der Einsatzkräfte dar. Dazu sind im Landkreis zwei Einheiten stationiert, die sich gegenseitig ergänzen. Bei der Feuerwehr Eglharting ist auf einem Anhänger erweiterte Ausrüstung zur Dekontamination (Stufe II Plus) von Einsatzkräften in Chemikalienschutzausrüstung stationiert. Bei der Feuerwehr Forstinning ist ein eigens defür bestücktes Dekon P Fahrzeug im Einsatz. Darauf ist die vollständige Ausrüstung zur Dekontamination (Stufe III) von Einsatzkräften und betroffenen Personen verlastet. Im vollständigen Aufbau ist hiermit sogar das Abduschen mit Warmwasser in Trinkwasserqualität an der Einsatzstelle möglich.

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